Schlichtweg eine der besten Netflix-Miniserien aller Zeiten: Sie basiert auf einem brillanten Krimi

Bei all den Miniserien, die Netflix im geschätzten Wochentakt neu veröffentlicht, kann der Überblick leicht verloren gehen. Vor allem wahre Schätze, die aus der Masse herausstechen, gehen womöglich unter. Deswegen legen wir euch an dieser Stelle nochmal die Miniserie Ripley ans Herz, die den meisterhaften Krimi-Thriller-Roman Der talentierte Mr. Ripley von Patricia Highsmith adaptiert.
Miniserien-Highlight bei Netflix: Ripley adaptiert Klassiker als ästhetischen und schauspielerischen Kracher
Vor der Netflix-Version wurde Highsmiths Buch schon mehrfach verfilmt. Zu den vergangenen Adaptionen zählen unter anderem Nur die Sonne war Zeuge und Der talentierte Mr. Ripley. Die Netflix-Adaption von Regisseur und Drehbuchautor Steven Zaillian (Schindlers Liste) hält sich erneut nah an den Roman.
Sherlock-Star Andrew Scott spielt Tom Ripley, der sich als Betrüger im New York der 60er durchschlägt. Eines Tages reist er im Auftrag des Schiffsmagnaten Herbert Greenleaf (Kenneth Lonergan) nach Italien, um dessen Sohn Dickie (Johnny Flynn) aufzuspüren und dazu zu bringen, in die USA zurückkehren. Ripley freundet sich vor Ort nicht nur mit diesem an, sondern übernimmt immer stärker dessen Identität, bis es zu einem folgenschweren Vorfall kommt.
Hier könnt ihr noch einen Trailer zu Netflix' Ripley schauen:
Ripley - S01 Trailer (English) HDWer die Ripley-Geschichte kennt, erlebt auch in der Netflix-Miniserie wieder das altbekannte Spiel aus Lug und Trug, in dem sich der Protagonist immer heikler in sein Netz aus Intrigen und Mord verstrickt. Viel bedeutender in dieser Version ist die Inszenierung. Zaillian und der legendäre Kameramann Robert Elswit (There Will Be Blood) verwandeln den Highsmith-Stoff dank edelster Schwarz-Weiß-Bildkompositionen, malerischer Schauplätze und detailverliebter Ausstattung in ein Fest für die Augen.
Während die meisten Netflix-Produktionen optisch als flacher, uninspirierter Einheitsbrei daherkommen, sticht Ripley von Anfang an aus diesem trostlosen Meer an teilweise purer Hässlichkeit heraus. Dazu kommt die starke Schauspielleistung von Andrew Scott, der seinen Tom Ripley als zunächst unscheinbaren Kleinkriminellen spielt, der sich von Episode zu Episode mehr in ein beängstigend-psychopathisches Chamäleon verwandelt. Scotts Performance, der opulente Stil und die zeitlose Vorlage von Highsmith machen aus Ripley eine der besten Netflix-Miniserien überhaupt.
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Passend zur Halloween-Zeit erwarten uns im Oktober Stephen King-Horror bei Amazon, monströse Mystery bei Netflix und die Vorgeschichte eines Kult-Slashers. Unter den 15 Highlights finden sich zudem wahnwitzige Sci-Fi von Marvel, ein Wiedersehen mit Serienkiller Dexter sowie die Neuverfilmung von Die Schatzinsel.
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